Gesunde Zukunft
Pharma- und Biotechkonzerne finden in Singapur attraktive Bedingungen für Forschung und Entwicklung. Immer mehr deutsche Unternehmen begeistern sich für Südostasien als Wirtschaftsstandort.
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Die Zukunft stellt die globale Gesundheitsbranche vor neue Herausforderungen. Laut einer Studie der UNO sind im Jahr 2050 rund 379 Millionen Menschen älter als 80 Jahre. Diese Entwicklung betrifft besonders den asiatischen Raum. So werden im Jahr 2050 in China circa 100 Millionen Menschen älter als 80 Jahre sein. Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Healthcare und Biotech müssen sich Entwicklungen wie einer rasant wachsenden Weltbevölkerung und einer immer höheren Lebenserwartung stellen. „Vor allem Singapur ist im Healthcare-Bereich zu einem Impulsgeber geworden“, sagt Bernd Reckmann, verantwortlich für den Geschäftsbereich Asien beim deutschen Pharmahersteller Merck, einem Spitzenreiter in der Region. |
Forscherin im Labor:
Die Zukunft stellt die Branchen wie Pharma und Biotech vor neue Herausforderungen |
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Jörn Leewe, Manager bei Novumed, einer Unternehmensberatung für Pharma-, Biotech- und Medtechunternehmen, sagt: „Gemessen an der Anzahl der Biotechunternehmen pro eine Million Einwohner steht Singapur in Asien an erster Stelle, gefolgt von Südkorea, Taiwan, Japan und China.“ Dies ist das Ergebnis des asiatischen Biotech-Atlas, einer Studie zum asiatischen Biotechnologie-Markt, für die sich das Beratungsunternehmen Novumed mit rund 9000 Konzernen befasste.
„Singapur ist im Healthcare-Bereich zu einem Impulsgeber geworden”
Dr. Bernd Reckmann,
Verantwortlich für den Geschäfts-
bereich Asien bei Merck
++ promovierter Biochemiker ++ seit 2007 Mitglied der Geschäftsleitung der
Merck-Geschäftsleitung ++ zuständig für den Geschäftsbereich Asien ++
Einladende Forschungslandschaft
Immer mehr deutsche Pharma- und Healthcare-Spezialisten entdecken den südostasiatischen Stadtstaat als zukunftsträchtigen Standort. Branchengrößen wie Siemens, Merck und Qiagen schätzen die guten Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung. „Die Infrastruktur ist exzellent, die Beschäftigten sind gut ausgebildet und hoch motiviert“, sagt Michael Koenig, Leiter des deutschen Biotechunternehmen Qiagen in Singapur. Dort treffen kluge Köpfe auf beste Forschungsbedingungen. Einer von ihnen ist der amerikanische Universitätsprofessor Charles Zukoski, Präsident des Science and Engineering Research Council (SERC). Ziel dieser Organisation ist die Förderung von Naturwissenschaft und Technik des öffentlichen Sektors, mit besonderem Augenmerk auf die verarbeitende Industrie.
„Gemessen an der Zahl der Biotechunternehmen steht Singapur in Asien an erster Stelle.”
Dr. Jörn Leewe,
Manager bei Novumed
++ Experte Healthcare Logistikmarkt ++ davor Verantwortlicher für den Bereich Finance and Controlling der Fresenius Medical Care Latin America ++
Unterstellt ist das SERC der A*STAR, der singapurischen Agentur für Wissenschaft, Technik und Forschung. Sie unterstützt in erster Linie die Forschung in den Bereichen Medizin und Physik und bildet landesweit wissenschaftlichen Nachwuchs an eigenen Akademien aus. Seit mehr als zehn Jahren lanciert das Institut Doktorandenstellen und Förderprogramme. Unter anderem betreibt die A*STAR-Agentur die Forschungsstadt Biopolis. Auf einer Fläche von 185 000 Quadratmetern treiben Wissenschaftler aus aller Welt die Forschung in biomedizinischen Fragen voran. Bald soll die Stadt in der Stadt um zwei weitere Ausbaustufen wachsen.
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