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Zwischen den asiatischen Ländern bestehen große Unterschiede. Wie überall auf der Welt achten die ärmeren Länder Asiens mehr auf die Entwicklung ihres Bruttoinlandproduktes als auf eine nachhaltige Umweltpolitik. Dagegen zahlen die reicheren wie etwa Singapur, Hongkong und Malaysia sogar Prämien und ändern ihre Gesetze, etwa um die Bürger zu motivieren, mehr energieeffiziente Häuser zu bauen. Die Building & Construction Authority Singapor, die Baubehörde des Stadtstaates, führte bereits 2005 das Zertifizierungssystem Green Mark ein, das Gebäude anhand bestimmter Kriterien bewertet und inzwischen sogar von Nachbarstaaten kopiert wird. Neue Marktregulierungen fordern Mindeststandards für Gebäude. Viele Entwickler erkennen inzwischen, dass nachhaltige Gebäude nicht viel teurer sind als traditionelle Gebäude, aber dafür erheblich Kosten sparen. So gewinnen Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz in Singapur immer mehr an Bedeutung. Trotzdem bringt die Regierung den Markt nicht mit Subventionen aus dem Gleichgewicht, sondern ist sehr wirtschaftsfreundlich eingestellt. Statt Einspeisevergütungen zu zahlen, bietet sie Unternehmen eine bessere Finanzierung und Steuererleichterungen für die Forschung und Entwicklung. So sollen auch mehr High-Tech-Hersteller nach Singapur gelockt werden. Auf diese Weise entwickelt sich der Markt in Singapur sehr langsam, aber natürlich. Betrachtet man nur die produzierte Menge an Solarstrom, ist der Stadtstaat ein sehr kleiner Markt. Doch er wird sicher wachsen. Zwar nicht so stark wie der deutsche Markt, doch dafür sind in Singapur mehr Forschungs- und Entwicklungszentren vor Ort. Deshalb lohnt sich ein Büro in Singapur als Drehkreuz für den gesamten asiatischen Markt. |
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Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und erneuerbare Energien gehören untrennbar zusammen und schließen sich gegenseitig nicht aus. Die wachsende Bevölkerung, vor allem im asiatischen Raum, stellt Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vor neue Herausforderungen, vor allem im Bereich einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Dem Energiehunger kann nicht mit endlichen, den Klimawandel verursachenden fossilen Brennstoffen begegnet werden. Wir brauchen erneuerbare Energien und insbesondere Solarenergie – weltweit. Die Notwendigkeit des Handelns hat Singapur erkannt. Das Land hat keine konventionellen Energieressourcen: Der Stadtstaat ist bei der Energieversorgung stark von seinen Nachbarstaaten abhängig. Deshalb steht seit einigen Jahren die Förderung der Solarenergie als einziger nennenswerter lokaler Energiequelle weit oben auf der Agenda. So wurde zum Beispiel unser Institut im Aufbau großzügig von der Regierung Singapurs unterstützt, um ein dediziert industrie-orientiertes Innovationsinstitut im Bereich Solarenergie zu realisieren. Einschlägige Unternehmen finden hier beste Bedingungen für Produktion, Forschung und Entwicklung vor. Oft wählen Konzerne Singapur als Standort, um von dort aus ihre Geschäfte im asiatischen Raum zu leiten. In Sachen erneuerbare Energien herrscht in Singapur und dem gesamten asiatischen Markt Aufbruchstimmung. Die Kosten für Solarstrom sinken seit viel Jahren in beträchtlichem Umfang. Die Gewinnschwelle vieler erneuerbarer Energien im Vergleich zu den konventionellen Energien wird in den meisten Ländern der Welt noch in dieser Dekade erreicht. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die globalen Märkte dann weiterhin stürmisch entwickeln werden. |
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LANXESS hat Singapur als Standort für seine beiden neuen Produktionsanlagen für die Hochleistungskautschuke Butyl und Neodymium Butadien (Nd-PBR) ausgewählt. Nd-PBR Kautschuk wird vor allen Dingen in „Grünen Reifen” verwendet. Diese Reifen weisen einen deutlich verringerten Rollwiderstand auf, sparen dadurch Kraftstoff und führen zu weniger CO2-Emissionen. Außerdem sind sie langlebiger und verfügen über hervorragende Haftungs- und Bremseigenschaften. Wir planen, bis zu 600 Millionen Euro in den Bau der neuen Werke im Chemiepark Jurong Island zu investieren. Mit diesen Investitionen unterstreichen wir unser Engagement im Bereich der Hochleistungskautschuke gegenüber unseren Kunden und tragen der wachsenden Bedeutung der asiatischen Märkte Rechnung. Mit einer Jahreskapazität von 100.000 Tonnen ist das Butylkautschuk-Werk das bislang größte Investitionsprojekt in der Unternehmensgeschichte. Die Inbetriebnahme soll im ersten Quartal 2013 erfolgen. Die Nd-PBR-Anlage, die in der ersten Jahreshälfte 2015 die Produktion aufnehmen soll, wird mit einer Kapazität von 140.000 Tonnen pro Jahr die weltweit größte ihrer Art sein. Im Rahmen von Machbarkeitsstudien hatte LANXESS mögliche Standorte in Asien für die Anlagen bewertet. Aufgrund der sehr guten Rohstoffversorgung fiel die Wahl auf Singapur. Die hervorragende Infrastruktur auf Jurong Island in Bezug auf Ver- und Entsorgung sowie die Verfügbarkeit weiterer Standort-Dienstleistungen sprechen ebenfalls für den Standort. Gleiches gilt für die rechtlichen Rahmenbedingungen in Singapur, die ein Höchstmaß an Patent- und Urheberschutz für die innovativen Produktionsprozesse garantieren. Außerdem ergeben das hohe Ausbildungsniveau des Stadtstaats und das englischsprachige Umfeld hervorragende Bedingungen für die Bauphase. Sie erleichtern zudem die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern für den Betrieb der Anlage. Nach der Fertigstellung will LANXESS in seinen beiden neuen Werken mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigen. |
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Bislang ist Singapurs Wirtschaft kontinuierlich gewachsen. Die Regierung in Singapur ist sehr stark an einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung interessiert und hat dabei einen Markt im Visier, der gegenwärtig vielleicht noch nicht sehr groß sein mag, zukünftig aber wahrscheinlich lokal und global sehr groß sein wird. Durch neue Initiativen und Programme hilft Singapur Unternehmen, nicht nur lokal, sondern auch global zu wachsen. Wie in den meisten Teilen der Welt ist Nachhaltigkeit auch in Singapur von Bedeutung. Für Elektrofahrzeuge weist Singapur eine geeignete Geografie auf, verfügt über ein sehr gutes Stromanschlussnetz, eine hervorragende IT- und Verkehrsinfrastruktur sowie ausgezeichnete Kapazitäten für Forschung und Entwicklung. Außerdem leistet der Staat Unterstützung: Das Singapore Economic Development Board beispielsweise hat sich ganz klar zum Ziel gesetzt, Singapur zu einem „lebenden Labor” für Stadtlösungen zu machen. Es laufen auch Tests zu den Themen neue saubere Energie, urbane Mobilität, IT und Systeme für die öffentliche Sicherheit. Als erfolgreich agierendes Unternehmen und verantwortlich für 160.000 Mitarbeiter müssen wir von Continental versuchen, Nachhaltigkeit natürlich und profitabel zu gestalten. Viele in Singapur ansässige deutsche Unternehmen legen den Fokus auf Nachhaltigkeit und grüne Technologien. Sie beteiligen sich an lokalen Programmen zu e-Mobilität, Solarenergie, sauberer Energie oder beispielsweise Automobilforschung. Auch wir von Continental sind in Singapur im Bereich e-Mobilität und Elektrofahrzeuge in regelmäßigem Austausch mit den Institutionen und Regierungsstellen. So haben unsere Ingenieure in Singapur ein Produkt entwickelt, das dem Energiemanagement in einem Elektrofahrzeug eines asiatischen Automobilherstellers dient. |
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Gute Chancen für den Healthcare-Sektor ![]() Heute leben 60 Prozent der Weltbevölkerung in Asien. Der Kontinent wird auch während des 21. Jahrhunderts die bevölkerungsreichste Region der Welt bleiben, so die Schätzung des Weltbevölkerungsberichts 2011. Quelle: Vereinte Nationen, Weltbevölkerungsbericht 2011 |
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Fotos: Nanyang Polytechnic (2), PR (4) |
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